Die Sommersonnenwende markiert einen besonderen Zeitpunkt im Jahresverlauf: Sie ist der Tag mit der längsten Helligkeit und steht symbolisch für den Höhepunkt des Sommers. In vielen Kulturen wurde und wird dieses Ereignis mit Bräuchen und Festen gefeiert. Hier erfahren Sie, wann die Sommersonnenwende stattfindet, was dahintersteckt und welche Traditionen es rund um dieses Datum gibt.

Wann ist Sommersonnenwende 2026?

Die Sommersonnenwende 2026 ist am 21. Juni – ein Sonntag.

Was ist die Sommersonnenwende?

Die Sommersonnenwende (auch Sommeranfang nach astronomischer Definition) bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel den höchsten Stand über dem Horizont erreicht. Das passiert, wenn die Erde in ihrer Umlaufbahn so steht, dass die Nordhalbkugel der Sonne am stärksten zugewandt ist. Also jedes Jahr am 20. oder 21. Juni. Nach der Sonnenwende werden die Tage wieder kürzer bis zur Wintersonnenwende.

Bedeutung und Ursprung

Schon in vorchristlicher Zeit hatte die Sommersonnenwende eine große symbolische und spirituelle Bedeutung. Sie galt als Wendepunkt im Naturjahr, als Fest des Lichts, der Fruchtbarkeit und des Lebens. In vielen Kulturen war dieser Tag mit Ritualen, Sonnenkulten und Erntedank verbunden. Für viele ist die Sommersonnenwende ein mystischer Tag. Die wohl größte (unorganisierte) Sommersonnenwendfeier findet jährlich in Stonehenge statt.

Bräuche zur Sommersonnenwende

Viele der heutigen Bräuche rund um die Sommersonnenwende sind eng mit dem Johannistag (24. Juni) verknüpft, der in christlicher Zeit eingeführt wurde. Die Feste zu beiden Terminen überschneiden sich kulturell, thematisch und zeitlich. Typische Traditionen sind:

  • Sonnenwendfeuer
    Großes Feuer als Symbol für die Sonne. Soll Schutz bringen, böse Geister vertreiben und Fruchtbarkeit fördern. Oft wird über das Feuer gesprungen – ein Brauch mit rituellem Charakter
  • Tanz und Musik
    Zum Beispiel Volksfeste mit Musik, Tanz und Gesang. In manchen Regionen werden Kreistänze oder Sonnenräder aufgeführt.
  • Kräutersammeln
    Bestimmte Kräuter sollen zur Zeit der Sommersonnenwende besondere Kräfte besitzen. Traditionell werden sie in der Mittsommernacht gesammelt (z. B. Johanniskraut).

Sommersonnenwende feiern

In vielen Ländern wird die Sommersonnenwende gefeiert. So zum Beispiel:

  • Midsommar in Schweden – Besonders in Schweden ein großes Familienfest. Mit Blumenkränzen, Tanz, Picknicks und traditionellen Liedern.
  • Sankt Hans in Dänemark und Norwegen – Es wird ein Feuer mit einer Strohhexe entzündet, es werden Volkslieder gesunden und es gibt Fackel- und Laternenumzüge.
  • Jaanipäev in Estland – Dieser Tag wird auf dem Lande verbracht. Es ist ein Feiertag, der hier wichtiger als Weihnachten ist.
  • Juhannus in Finnland – Auch hier der wichtigste Feiertag im Land. Es gibt zahlreiche Freiluftfestivals.
  • Jani in Lettland – Auch hier ein wichtiger Feiertag, der mit Johannesfeuern, Gesang und festlichen Prozessionen begangen wird.
  • La noche de San Juan in Spanien – Hier trifft man sich oft am Strand zum Lagerfeuer oder zum Grillen

Auch in Deutschland gibt es vielerorts Sonnenwendfeiern, besonders in ländlichen Regionen, auf Bergen oder an historischen Kultstätten. In Süddeutschland sind Feuer auf Berghängen oder Wanderungen zur Sonnenwende beliebt. Historische Orte wie Stonehenge in England ziehen jedes Jahr Menschen an, die die Sonne genau in der Mitte der Steine aufgehen sehen möchten. Übrigens informieren wir in unserem Portal auch über die Termine der Sommerferien in Deutschland!
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