Jedes Jahr am 31. Oktober wird Halloween gefeiert. Im Jahr 2026 fällt dieses Datum auf einen Samstag. Der Name stammt vom englischen „All Hallows' Eve“, was „Abend vor Allerheiligen“ bedeutet. In einigen Bundesländern ist der 31. Oktober als Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag (Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen). In den Bundesländern, in denen der 1. November als Allerheiligen ein Feiertag ist (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland), haben Kinder und Familien am folgenden Tag ebenfalls frei, was die Planung von Halloweenpartys erleichtert.

Was wird an Halloween gefeiert?

Halloween hat seine Wurzeln im keltischen Fest Samhain, das das Ende der Erntezeit und den Winterbeginn markierte. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Grenze zwischen Lebenden und Toten besonders durchlässig sei. Zur Abwehr böser Geister verkleideten sie sich und entzündeten Feuer.

Heute steht der spirituelle Aspekt weniger im Fokus. Stattdessen dominieren Verkleidung, gemeinsamer Spaß und Gemeinschaftserlebnis. Kinder ziehen kostümiert durch die Nachbarschaft, während Erwachsene häufig Mottopartys veranstalten oder ihre Häuser dekorieren.

Bräuche und Traditionen zu Halloween

Süßes oder Saures
Der bekannteste Brauch ist „Trick or Treat“. Kostümierte Kinder gehen von Haus zu Haus, klingeln und rufen „Süßes oder Saures!“, um Süßigkeiten zu fordern. Die Anwohner verteilen dann meist Schokolade oder Bonbons. Theoretisch folgen harmlose Streiche auf eine Verweigerung, doch praktisch bleibt es meist bei enttäuschten Gesichtern.

Haushalte, die Süßigkeiten verteilen möchten, sollten zwischen 17 und 20 Uhr anwesend sein. Eine illuminierte Kürbislaterne vor der Tür signalisiert, dass Besucher erwünscht sind.

Kürbisse schnitzen
Das Schnitzen von Kürbissen zählt zu den beliebtesten Halloweenaktivitäten. Ausgehöhlte Kürbisse erhalten grausige Gesichter und werden von innen mit Kerzen oder LED-Lichtern beleuchtet. Diese „Jack O'Lanterns“ sollen böse Geister vertreiben und die festliche Atmosphäre verstärken.

Besonders gut eignen sich große, runde Kürbisse mit fester Schale. Das Fruchtfleisch kann anschließend für Kürbissuppe oder andere Gerichte genutzt werden.

Verkleiden
Kostüme reichen von klassischen Gruselfiguren wie Hexen, Vampiren, Zombies und Geistern bis zu Eigenkreationen. Anders als beim Karneval liegt der Schwerpunkt bei Halloween auf schaurigen und düsteren Verkleidungen. In der jüngeren Zeit wurden Figuren aus Horrorfilmen und der Popkultur zunehmend beliebter.

Tipps für die Halloweenparty zuhause

Eine Halloweenparty zu Hause kann mit relativ einfachen Mitteln gelungen umgesetzt werden.

Essen und Getränke

Das Buffet darf ruhig schaurig aussehen. Viele klassische Gerichte lassen sich mit geringem Aufwand thematisch anpassen:

  • Mumien-Würstchen: Blätterteigstreifen werden um Wiener Würstchen gewickelt und im Ofen gebacken. Pfefferkörner oder Senfpunkte dienen als Augen.
  • Geister-Pizza: Kleine runde Pizzen werden mit Mozzarella zu Geistergesichtern gestaltet. Oliven bilden Augen und Mund.
  • Hexenfinger: Kekse in Fingerform mit Mandelsplittern als Fingernägel und roter Marmelade als „Blut“.
  • Kürbissuppe: Eine klassische Kürbissuppe lässt sich mit einem Sahneklecks in Spinnenform dekorieren.
  • Gruselige Muffins: Schokomuffins mit grünem Frosting, Schokokeksen als Spinnen oder Zuckeraugen.

Bei Getränken bieten sich Bowlen mit gruseligen Namen an. Eine rote Fruchtsaftbowle wird zum „Vampirtrunk“, eine grüne Limonade zum „Hexengebräu“. Trockeneis in Lebensmittelqualität erzeugt einen nebligen Gruseleffekt, darf aber nicht direkt getrunken werden.

Wichtig ist, dass die Speisen nicht nur gruselig aussehen, sondern auch gut schmecken. Kinder lassen sich zwar von der Optik beeindrucken, essen aber nur das, was ihnen wirklich schmeckt.

Halloween Dekoration

Die richtige Dekoration schafft die passende Atmosphäre:

  • Beleuchtung: Gedimmtes Licht, Kerzen in Kürbissen und orangefarbene Lichterketten sorgen für stimmungsvolle Beleuchtung. LED-Kerzen sind sicherer, besonders wenn viele Kinder anwesend sind.
  • Spinnweben: Künstliche Spinnweben lassen sich über Möbel, Lampen und in Ecken verteilen. Plastikspinnen verstärken den Gruseleffekt.
  • Kürbisse: Geschnitzte oder bemalte Kürbisse gehören zur Grundausstattung. Sie können sowohl vor der Tür als auch im Haus platziert werden.
  • Girlanden und Figuren: Fredermäuse, Gespenster und Skelette aus Pappe oder Stoff können an Wänden und Decken aufgehängt werden.
  • Fensterbilder: Schattenrisse von Hexen, Katzen oder Fledermäusen an den Fenstern verstärken die Gruselnote.

Die meisten Dekorationsartikel sind in Drogeriemärkten, Supermärkten oder Dekogeschäften erhältlich. Vieles lässt sich aber auch mit Kindern selbst basteln, etwa in den Herbstferien.

Halloween Kostüme

Bei der Auswahl der Kostüme sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Beliebte Klassiker sind:

  • Hexe oder Zauberer: Mit spitzem Hut, schwarzem Umhang und eventuell einem Besen.
  • Vampir: Schwarzer Umhang, weißes Gesicht, rote Lippen und künstliche Vampirzähne.
  • Gespenst: Ein weißes Bettlaken mit Augenlöchern ist die einfachste Variante.
  • Zombie: Zerrissene Kleidung und entsprechendes Make-up mit Kunstblut.
  • Skelett: Schwarze Kleidung mit aufgemalten oder aufgeklebten Knochen.
  • Mumie: Mit weißen Stoffbahnen oder Toilettenpapier umwickelt.

Viele Kostüme lassen sich mit vorhandener Kleidung und etwas Kreativität zusammenstellen. Mit entsprechendem Make-up entsteht so eine überzeugende Verkleidung, ohne teure Fertigkostüme kaufen zu müssen.

Für Kinder sollten Kostüme bequem und sicher sein. Zu lange Umhänge oder einschränkende Masken können beim Herumlaufen hinderlich sein. Reflektierende Elemente sind sinnvoll, wenn die Kinder im Dunkeln unterwegs sind.

Spiele und Aktivitäten für Kinder

Damit auf der Party keine Langeweile aufkommt, bieten sich verschiedene Spiele an:

  • Apfeltauchen: Eine Schüssel mit Wasser wird mit Äpfeln gefüllt. Die Kinder versuchen, mit dem Mund einen Apfel herauszufischen – ohne die Hände zu benutzen.
  • Mumien wickeln: Teams treten gegeneinander an und wickeln ein Teammitglied so schnell wie möglich mit Toilettenpapier ein.
  • Gruselgeschichten: Beim Kerzenlicht werden gruselige Geschichten erzählt.
  • Schnitzeljagd: Eine thematische Schnitzeljagd durch Haus oder Garten mit Hinweisen und kleinen Aufgaben.
  • Stopptanz: Tanzen zu Halloweenmusik, bei der die Kinder erstarren müssen, wenn die Musik stoppt.

Die Aktivitäten sollten an das Alter der Kinder angepasst werden. Was für Achtjährige spannend und gruselig ist, kann für Vierjährige bereits zu unheimlich sein.

Sicherheit an Halloween

Bei allen Festlichkeiten sollte die Sicherheit nicht zu kurz kommen:

  • Kinder sollten nur in Gruppen und mit älteren Geschwistern oder Erwachsenen von Haus zu Haus ziehen.
  • Helle Kleidung oder reflektierende Elemente machen Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar.
  • Taschenlampen helfen bei der Orientierung und erhöhen die Sichtbarkeit.
  • Süßigkeiten sollten vor dem Verzehr von den Eltern kontrolliert werden.
  • Echte Kerzen in Kürbissen sollten außer Reichweite von Kindern und nicht in der Nähe brennbarer Materialien stehen.

Mit der richtigen Vorbereitung wird Halloween zu einem unterhaltsamen Ereignis für die ganze Familie – gruselig, kreativ und voller Spaß.