Im Gedenken an die Reformation begehen die evangelischen Christen am 31. Oktober den Reformationstag.
An diesem Tag im Jahr 1517 soll nach der Überlieferung Martin Luther seine Thesen an die Kirchentür von
Wittenberg geschlagen haben, in denen er unter anderem den gängigen Ablasshandel kritisierte. In der Folge führte die sich rasch verbreitenden Kritik Luthers zu einer wachsenden Anhängerschaft und einer Spaltung der Kirche. In der Realität ist der Anschlag der Thesen an die Kirchentür niemals geschehen, sondern eine spätere Ausschmückung der Ereignisse, denn Martin Luther verschickte seine Thesen zunächst an Theologen und Geistliche, anstatt sie einer breiten Öffentlichkeit kundzutun.
Es handelt sich beim Reformationstag um keinen bundesweiten gesetzlichen Feiertag, lediglich in den ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen handelt es sich um einen gesetzlichen Feiertag. In Baden-Württemberg ist am Reformationstag schulfrei, in einigen Regionen mit einem besonders hohen Anteil evangelischer Christen an der Gesamtbevölkerung gelten besonderen Regelungen, die mit den Regelungen der Stillen Tage zu vergleichen sind. In den meisten evangelischen Kirchengemeinden finden an diesem Tag besondere Gottesdienste statt.
Der Reformationstag fällt vom Datum her mit Halloween zusammen, inhaltlich haben beide Feste aber nichts miteinander zu tun.
weitere Feiertage kurz erklärt:
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen